Aktuell

Kurze Information für unsere deutschsprachigen Freunde und Spender

21.05.2019

Seit Januar 2019 betreibt die Regierung Boliviens mithilfe willfähriger Medien eine Pressekampagne gegen unsere Schule, weil wir mit dem Einverständnis von 95 % unserer Schülereltern die Schulgebühr auf ein ökonomisch überlebensfähiges Niveau angehoben haben. Obwohl die verwaltungsrechtliche Auseinandersetzung mit der Regierung um unsere Schulgeldnivellierung noch vor dem dem Obersten Gericht in Sucre liegt und bis heute noch nicht entschieden wurde, hatte der Erziehungsminister von Bolivien am 11. Februar öffentlich im Fernsehen und in der Zeitung die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen des Colegio Ave Maria verkündet.

Da strafrechtliche Verfolgung mit einer Gefängnisstrafe enden und bereits bei Eröffnung eines Strafprozesses Hausarrest angeordnet werden kann, und weil in Bolivien die Unabhängigkeit der Rechtsprechung und der Medien von der Exekutive nicht mehr gewährleistet sind, haben Sr. Christine und Sr. Johanna am 13. Feburar mit Einverständnis des Generalabts unseres Zisterzienserordens das Land verlassen und leben derzeit in der Abtei Venio in ihrer Heimatstadt München. Die Deutsche Botschaft hat ihnen bis auf weiteres davon abgeraten, nach Bolivien zurückzukehren.

Bei einem Treffen in Spanien im April hat der Generalabt Sr. Christines Rücktritt von ihrem Amt als Priorin angenommen und Sr. Fátima zur Administratorin für ein Jahr ernannt, damit sie in Kloster und Schule in La Paz handlungsfähig ist. Die Schule mit derzeit 1900 Schülern läuft unter Leitung unser vier Subdirektoren weiter, ebenso das durch unsere Spender finanzierte Stipendienprogramm für Schüler aus bedürftigen Familien, um das sich unsere Sozialarbeiterin kümmert.

Unser Kloster ist auf Anraten des Generalabts und mit Zustimmung des Konvents im April der Kongregation von Kastilien beigetreten, einer Vereinigung von 12 spanischen Zisterzienserinnenklöstern. Die Kongregation wird Ende Mai zwei spanische Zisterzienserinnen zur Unterstützung der im Konvent verbliebenen Schwestern für einige Monate nach La Paz schicken. Der Generalabt und Mutter Kandida, die Präsidentin der Kongregation, werden Ende Juni unser Kloster und das Colegio besuchen.

Nach dieser Reise, über deren Ergebnisse der Generalabt uns informieren wird, wird unser Kloster per Brief und über diese Homepage unter „Aktuell“ einen ausführlichen Bericht an unsere Spender verschicken bzw. veröffentlichen. Wir bitten unsere Freunde und Freundinnen, Schule und Kloster Ave Maria in dieser Krisensituation nicht im Stich zu lassen und uns weiter zu unterstützen.

Einwilligungserklärung zum Datenschutz

Einwilligungserklärung zum Datenschutz

29.01.2019

Verehrte, liebe Freundinnen und Freunde des Colegio Ave Maria in La Paz, Bolivien,

gemäß den bestehenden datenschutzrechtlichen Vorschriften benötigt das Kloster und Colegio Ave Maria in La Paz, Bolivien, um mit Ihnen in Verbindung zu bleiben, Ihre folgende schriftliche Einwilligungserklärung per Post an Monasterio Ave Maria, Casilla 1037, La Paz / BOLIVIA oder gescannt per E-Mail an: jl.avemaria@entelnet.bo. Bitte kopieren Sie die Seite für Ihre Unterlagen oder speichern sie gescannt.

Sie können die Einwilligungserklärung zum Datenschutz hier als pdf direkt herunterladen.

Ihre Rechte:

Sie können jederzeit verlangen, dass Ihnen über den Inhalt der gespeicherten personenbezogenen Daten Auskunft erteilt wird oder einzelne der Daten berichtigt, gelöscht oder gesperrt werden. Die erteilte Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft schriftlich abändern oder widerrufen.

Erläuterung:

Unsere Treuhänderin, die Abtei Seligenthal, ist nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften nicht mehr befugt, uns über Ihre Spende zu informieren oder uns Ihre Adresse zu geben, damit wir uns persönlich bedanken können. Daher bitten wir sie, uns diese Einwilligungserklärung direkt nach Bolivien zu schicken. Danke!

Colegio Ave Maria Jahresbericht 2018 ist da

16.01.2019

Ein aufregendes Jahr liegt hinter uns. Unsere Aufgaben in allen vielfältigen Bereichen werden leider nicht leichter. Wir freuen uns sehr über unser Unterstützer und Spender. Sie können den Jahresbericht auch hier als pdf downloaden.

pdf Colegio Ave Maria Jahresbericht 2018

Kampf um unser Schule

17.10.2018

Der Kern der Anklage lautete, dass unsere „willkürliche Erhöhung“ der Schulgebühr „aus reiner Gewinnsucht“ das verfassungsmäßige Recht auf Schulbildung der Kinder der Kläger verletzt hätte. Unsere Anwälte hielten dagegen, dass dies nicht der Fall sei, da besagte Kinder, die von ihren Eltern ins Ave Maria geschickt worden seien, dort seit dem ersten Schultag am Unterricht teilnehmen, obgleich die Eltern keinen Vertrag unterzeichnet und keinen Centavo bezahlt hätten.
Am Ende wies die Richterin die Verfassungsklage zurück. Die Begründung lautete, dass keine Verletzung eines verfassungsmäßigen Rechts vorliege. Um die Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit der Schulgeldnivellierung zu befinden war nicht ihre Aufgabe. Nach der Urteilsverkündung rannten als erste die Regierungs-Anwälte aus dem Saal, ihre Handies an den Ohren und heftig telefonierend. Einer von ihnen sagte zu einem unserer Lehrer, die draußen warteten: „Sie haben mir meine Karriere verdorben!“ Sr. Christine wurde vor dem Gerichtsgebäude von den begeisterten Eltern, Mitarbeitern, Ehemaligen und von der Presse empfangen.
Keine der anderen großen Privatschulen hat sich mit uns solidarisiert oder uns auch nur alles Gute gewünscht, weder die der Jesuiten, noch die der Salesianer. Der Erzbischof riet uns nur, im Glauben fest zu bleiben und zu beten. Die Kirche war bei unserem Prozess durch zwei alte Dominikanerinnen und eine alte Franziskanerin vertreten, die uns vor Betreten des Gerichtssaals Mut zusprachen.